Einrichtung und Betrieb

Was ist KVM-Virtualisierung?

Kurze Antwort

KVM (Kernel-based Virtual Machine) ist eine vollständige Hardwarevirtualisierung im Linux-Kernel, die Prozessor-Erweiterungen nutzt, um jeden Gast mit eigenem Kernel und hardwaregestützter Isolierung auszuführen. Im Gegensatz zu OpenVZ oder LXC, die den Host-Kernel teilen, kann ein KVM-Gast Kernelmodule laden, jedes Betriebssystem ausführen und echten Swap verwenden.

Die praktischen Konsequenzen sind konkret: Docker funktioniert ordnungsgemäß, WireGuard lädt, verschachtelte Virtualisierung ist möglich, FreeBSD und Windows booten, und der Ihnen zugewiesene Speicher kann nicht stillschweigend überbucht werden, da er wirklich reserviert ist.

Der Overhead beträgt 2–5 % für die meisten Workloads, was eine Rundungsdifferenz gegenüber dem Unterschied zwischen geteilten und dedizierten Kernen ist. Jede OnionVPS-Instanz ist ausnahmslos KVM.

Siehe auch: Verschachtelte Virtualisierung · WireGuard · OpenVZ · KVM